Heimatmuseum Haimhausen

Die Brennhexe

Das Heimatmuseum Haimhausen hat zwei Gegenstände zum Thema Essen und Kochen ausgewählt, die für viele eine Neuentdeckung darstellen dürften. 

Die Leihgabe, die dem Heimatmuseum Haimhausen für eine Ausstellung zur Verfügung gestellt wurde, gab den Ausstellungsmachern am Anfang Rätsel auf. Ein kleiner, aus Gusseisen gefertigter, hübsch gestalteter Miniaturofen ohne Rauchabzug? Der kleine Ofen ist wie ein Küchenherd aufgebaut: Er hat eine Befeuerungsstelle, darunter einen Aschebehälter, einen kleinen Backofen und eine Herdplatte mit herausnehmbaren Ringen. Im Innern befinden sich Schamott – Steine und die Gebrauchsspuren zeugen von einem langen Gebrauch. Ein Rauchabzug konnte dann doch entdeckt werden, an der Unterseite des Herdes befindet sich eine kreisrunde Öffnung.

Dieser Miniaturherd stammt aus der Kriegs- und Nachkriegszeit. Heizmaterial war damals sehr knapp und die Brennhexe benötigt, bedingt durch ihre Größe, nur geringe Mengen an Brennstoff wie Kohle, Holz oder Torf. Um sie in Betrieb zu nehmen, nimmt man die Plattenringe des vorhandenen großen, viel Brennstoff verbrauchenden Küchenherdes heraus und stellt die Brennhexe darauf. Der Rauch kann dann durch den großen Herd abziehen.

Der Bohnenschnibbler

Bis zur industriellen Revolution war die Selbstversorgung mit Nahrung in Stadt und Land Standard für fast alle Menschen in Deutschland. Danach ist sie immer mehr durch Warenangebote und Dienstleistungen ersetzt worden. Heute ist ein Leben ohne Küche, ohne Wissen um Konservierung und Kochen möglich, ohne dass jemand Hunger leiden muss. Essen und Trinken hat für die meisten den Bezug zur Region und zur Jahreszeit verloren.

Deshalb ist es auch kein Wunder, dass die wenigsten Besucher wissen, was es mit dem roten Teil mit Kurbel auf sich hat. Dieser Bohnenschnibbler oder Bohnenschneider der Firma HS wurde in ähnlicher Form auch von anderen Firmen hergestellt. Die meisten waren aus Gusseisen und hatten zwei Einfüllöffnungen. Die Maschine konnte am Tisch festgeschraubt werden und schnitt die Bohnen in gleichmäßige schräge Stücke, die dann in Einmachgläsern eingekocht wurden, um auch im Winter Gemüse und Vitamine zu liefern.

Gewinnspiel

Das Heimatmuseum Haimhausen lädt zu einem kleinen Gewinnspiel ein. Wir haben Details  unserer Ausstellungsstücke fotografiert. Finden Sie auf unserer Homepage www.heimatmuseum-haimhausen.de oder auf Instagram unter #heimatmuseum.haimhausen heraus, was hier abgebildet ist. Die ersten zehn Teilnehmer erhalten einen Überraschungspreis, unter allen, die mehr als die Hälfte der Stücke erraten, verlosen wir 3 Verzehrgutscheine aus der lokalen Gastronomie. Diese können eingelöst werden, sobald die Restaurants wieder geöffnet haben.

Senden Sie uns bis zum 17.Mai 2020 eine Email mit Ihren Antworten an elke.niedermair@heimatmuseum.haimhausen.de.

Bitte geben Sie Ihre Adresse an, damit wir den Gewinnern die Preise auch zukommen lassen können.

Viel Erfolg!