Empfehlung Hutter-Museum

“Graberlschaun” im Hutter-Museum

Das Hl. Grab, das sich jetzt im Museum befindet, wurde mehr als hundert Jahre lang an den Kartagen im Altarraum der Dorfkirche St. Georg in Großberghofen aufgebaut. 1860 hatte es Schreinermeister Pfeil aus Walkertshofen gefertigt.

Man dunkelte das Innere des Gotteshauses mit hölzernen Fensterläden ab. Der Kirchenraum wurde nur von den kleinen Lichtern am Grab erhellt, die durch wassergefüllte Glaskugeln leuchteten und dadurch eine besondere Wirkung erzielten.

Die Gläubigen versammelten sich am Karfreitag und Karsamstag zu einer ewigen Anbetung, bis zum Abend des Karsamstags in der dunklen Kirche. Während der Auferstehungsfeier wurde die Verdunkelung dann im richtigen, liturgischen Moment entfernt. Das ermöglichte den Gläubigen, die Auferstehung Christi im hellen Tageslicht zu erleben.

Es war damals für die Katholiken üblich, an den Kartagen die Kirchen der Umgebung zu besuchen, um die dort aufgebauten „Graberl“ zu besuchen und anzuschauen.

Erst durch die neue Liturgie des Vatikanischen Konzils wurde dieses Brauchtum beendet. Heute ist das „Hl. Grab“ der Dorfkirche von Großberghofen ein wertvoller Bestandteil des Hutter-Museums.

Auch in diesem Jahr wird die Tradition des „Graberlschauns“ am Karfreitag im Hutter-Museum in Großberghofen möglich.

Das Museum ist am Karfreitag, 19.04.2019, von 14.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.

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